Lautstarker Streit auf dem Gang, Kollegen, die wutentbrannt den Raum verlassen oder sich nicht mehr in die Augen schauen können. Oft reicht bereits eine unüberlegte Bemerkung, um einen Streit zu entfachen. Wenn die Emotionen auf beiden Seiten hochkochen, kann es zu heftigen Reaktionen kommen. Manchmal schädigen diese die Zusammenarbeit dauerhaft.

Die Auslöser für Streitigkeiten sind unabhängig von der Branche. Sie beruhen meist auf Gefühlen wie Neid, Konkurrenz und Verlustängsten. Konflikte entstehen, wenn Informationen zum eigenen Vorteil halb oder gar nicht weitergegeben werden oder Kollegen schlampig arbeiten. Gründe für „böses Blut“ unter Kollegen können die (scheinbare) Bevorzugung eines Mitarbeiters durch den Vorgesetzten oder eine als ungerecht empfundene Belastung bei der Aufgabenverteilung sein.

Klar ist, dass niemand mit allen Kollegen befreundet sein kann oder seinen Chef lieben muss. Denn selten kann man sich diese selbst aussuchen. Grundsätzlich sollte man sich aber bemühen, mit ihnen auszukommen – auch wenn es nicht immer ganz einfach ist! Denn Konflikte kosten Energie, Lebensqualität und schaden dem Betriebsklima.

Konfliktklärung – Der Ton macht die Musik

Ist die Stimmung nach einem Streit im Keller, steht man vor der Herausforderung, einen Weg zu finden, wieder miteinander auszukommen. Wer die Aussprache sucht, sollte nicht wild lospoltern. Höflichkeit und Respekt sowie ehrliche Wertschätzung für den Anderen sind das A und O für die Konfliktlösung.

Auch sollte man die Person, mit der man im Clinch liegt, nie vor anderen Kollegen/Mitarbeitern konfrontieren. Warten Sie eine günstige Gelegenheit ab, aber warten Sie nicht zu lange. Denn die Bereitschaft der Beteiligten nimmt mit fortschreitender Entwicklung des Konflikts ab, eine Eskalation droht. Nur eine Win-Win-Situation, bei der alle Beteiligten zufrieden sind, kann das Ziel einer Konfliktlösung sein.

So verhalten Sie sich richtig:

  • Hören Sie sich die Argumente des Anderen in aller Ruhe an und versuchen Sie, ihn zu verstehen.
  • Argumentieren Sie immer sachlich.
  • Nehmen Sie Gefühlsausbrüche des Gegenübers nicht persönlich. Reagieren Sie auf eine patzige Bemerkung nicht mit Wut.
  • Fehler sind menschlich. Wenn Sie einen gemacht haben, sollten Sie das offen zugegeben und sich entschuldigen.

No-Gos bei der Konfliktbewältigung:

  • Schuldzuweisungen
  • Rechthaberei
  • Vorwürfe und persönliche Angriffe
  • Unwissenheit vortäuschen

Wenn die Fronten verhärtet sind

Ist die Situation zwischen Kollegen derart eingefahren, dass die Arbeitsmoral oder -leistung darunter leidet, sollte man die Hilfe geschulter Mitarbeiter oder des Vorgesetzten in Anspruch nehmen. Die neutrale dritte Person versucht zwischen den Parteien zu vermitteln und gibt den Streithähnen die Möglichkeit, ihre Standpunkte verständlich zu machen. Der Streitschlichter wird versuchen eine Lösung für die Zusammenarbeit zu finden, mit der alle Beteiligten gut leben können.

Wir sind für Sie da

Ein professionelles Konfliktmanagement trägt zum Erfolg eines Unternehmens bei. Nicht oder nur unzureichend ausgetragene Konflikte am Arbeitsplatz führen zu Beeinträchtigungen der Gesundheit der Mitarbeiter, des Betriebsklimas und der Produktivität.

Wir von WFD wollen langfristig und partnerschaftlich mit Ihnen zusammenarbeiten. Es ist uns wichtig, dass Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen. Dazu gehört auch ein gutes Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten. Sprechen Sie uns an, bei Konflikten, die sich nicht direkt an Ihrem Einsatzort klären lassen. Ihr WFD-Ansprechpartner hat immer ein offenes Ohr für Ihre Belange.

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