Die Tage werden kürzer und die Temperatur fällt. Der Wechsel von beheizten Räumen ins nass-kalte Freie setzt dem Körper ordentlich zu. Zugleich wird es abends früh dunkel und der Mangel an Tageslicht schlägt negativ auf die Stimmung. Gelangen Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren in unseren Körper, springt das Immunsystem an. Unterschiedliche Zellen des Immunsystems werden je nach Erreger aktiviert und gehen gezielt gegen diesen vor. Der beste Schutz vor Erkältungen oder Grippe ist ein gesundes Immunsystem.

Einige wichtige Tipps sind gefragt, um das Immunsystem zu stärken und dem Herbstblues keine Chance zu lassen:

Ausgewogen und vitaminreich essen

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung trägt dazu bei, die Abwehrkräfte zu stärken. Vielfalt und Abwechslung auf dem Speiseplan garantiert dem Körper eine optimale Versorgung an Vitaminen und Mineralstoffen. Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr der Vitamine A, C und E. Diese kommen in vielen Obst- und Gemüsesorten vor. Auch das Spurenelement Zink sollte ausreichend über die Nahrung aufgenommen werden, denn es ist für viele Prozesse in unserem Körper unentbehrlich. Zink ist in Haferflocken, in Kernen, in Käse oder in Putenfleisch enthalten.

Die saisonalen heimischen Sorten sind besonders reich an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Als Herbstgemüse sind Kürbis, Karotten, Pastinaken, Kohlrabi und Champignons besonders empfehlenswert. Gerne dürfen es auch fettarme Milchprodukte, Vollkornprodukte und einmal in der Woche Fisch sein. Fleisch sollte eher in Maßen, dafür gerne sehr hochwertig, auf den Teller kommen.

Sonne tanken

Treffen Sonnenstrahlen auf unsere Haut, bildet sie Vitamin D. Das aktiviert unsere Killerzellen.

Gelassenheit lernen

Gönnen Sie sich öfter mal eine Pause und versuchen Sie, sich nicht allzu sehr zu stressen. Ihr Körper wird es Ihnen danken, denn Angst, Depressionen und chronischer Stress können Entzündungen verursachen und das Immunsystem schwächen.

Regelmäßige Bewegung

Verkriechen Sie sich trotz nebligen und kühlen Wetters nicht zu Hause. Gehen Sie raus in die Natur. Regelmäßige Bewegung, vor allem moderates und regelmäßiges Ausdauertraining wie Radfahren, Nordic Walking, Schwimmen oder Laufen, aktiviert die Killerzellen und andere Helfer unseres Immunsystems. Außerdem hilft Sport beim Stressabbau. Zu langes oder intensives Training sollte es möglichst nicht sein, denn dieses kann das Immunsystem wiederum schwächen. Wenn Sie bereits erkältet sind, dann sollten Sie Ihrem Körper eine Trainingspause gönnen, bis es Ihnen wieder besser geht.

Ausreichend schlafen

Ausreichend Schlaf ist für den Körper wichtig, um Körper und Immunsystem zu regenerieren. Als Faustregel gilt, dass das Erkältungsrisiko mit weniger als sieben Stunden Schlaf, dreimal höher sein soll.

Saunabesuche

Die Sauna gilt als Trainingslager für das Immunsystem. Entscheidend ist aber, dass Sie sich dafür Zeit nehmen und auch nach dem Saunagang entsprechend abkühlen. Der Wechsel von heiß und kalt fördert die Durchblutung und steigert die Abwehrkraft. Alternativ sind auch Wechselduschen zu empfehlen.

Häufig lüften

Je feuchter die Luft, desto schneller nehmen ausgenieste Schleim- und Speicheltröpfchen Wasser auf und sinken durch dessen Gewicht zu Boden. Dort sind sie ungefährlich. Die Feuchtigkeit tut auch der Nasenschleimhaut gut. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt drei bis vier Mal am Tag mindestens zehn Minuten Stoßlüften.

Hände waschen

Klingt banal, aber Hygiene ist ebenfalls entscheidend für die Erkältungsprophylaxe. Regelmäßiges Händewaschen ist Pflicht. Machen Sie es sich zur Routine, immer gleich die Hände zu waschen, wenn Sie zu Hause oder im Büro ankommen. Dabei Seife auch zwischen den Fingern 20 bis 30 Sekunden verreiben, dann sorgfältig abspülen und abtrocknen.

Nasendusche

Heizungsluft kann Ihre Nasenschleimhaut austrocknen. Dadurch können Keime die Hautbarriere leichter passieren. Regelmäßige Nasenspülungen helfen, die Keime aus der Nase zu spülen und die Nasenschleimhaut feucht zu halten. Idealerweise sollten Sie lauwarmes Wasser und etwas Salz verwenden.

Lachen ist gesund

Lachen lässt den Gehalt an Immunglobulin im Blut ansteigen. Über unser Nerven- und Hormonsystem beeinflusst die psychische Verfassung den Zustand der körpereigenen Abwehrkräfte. Besonders anfällig für Infektionen sind wir, wenn uns Sorgen bedrücken. Umgekehrt funktioniert die Abwehr gut, wenn wir uns wohlfühlen. Aber auch kleine Vergnügungen stimulieren unser Immunsystem.

Wie kommen Sie fit, gesund und gut gelaunt durch die kühle Jahreszeit?
Schreiben Sie uns – wir freuen uns über Ihre Kommentare!

 

Foto: Fotolia 89832333