Personalvermittlung: Bewerbungsgespräch Gute Tipps für das Bewerbungsgespräch findet man viele im Internet. Doch meistens sind die Ratschläge auf die Situation ausgerichtet, dass man sich auf eine konkrete Stellenausschreibung bewirbt.

Über die Firma, bei der man sich bewirbt, kann man sich im Vorfeld meistens gut informieren. Doch wie sieht es aus, wenn man noch gar nicht genau weiß, wo man landen wird? Wie begeistert man einen Ansprechpartner in der Personalvermittlung oder Zeitarbeit von sich? Mit dem Ziel, dass diese Person einem die richtige Auswahl an Jobs präsentiert? Tipps dafür, wie man sich auf ein Bewerbungsgespräch in einer Personalvermittlung oder für die Zeitarbeit vorbereitet, sind eher selten zu finden.

Das Bewerbungsgespräch in einer Personalvermittlung oder für die Zeitarbeit

Als erstes gehe ich (in diesem Artikel) auf die Vorbereitung ein. In einem zweiten Teil erfahren Sie mehr über das Bewerbungsgespräch bei einer Personalvermittlung oder Zeitarbeitsfirma wie WFD. Beitrag Nummer drei beschäftigt sich mit der Nachbereitung.

Vor dem Bewerbungsgespräch und Ihrer persönlichen Vorstellung bei WFD haben Sie erfolgreich das Interesse an Ihrer Person geweckt. Gratulation. Nun haben Sie einen Terminvorschlag per E-Mail bekommen.

Telefonische Terminbestätigung oder -vereinbarung

Liegt Ihnen das Telefonieren? Dann rufen Sie doch einfach bei WFD bzw. Ihrer Personalvermittlung oder Zeitarbeitsfirma an. So können Sie einen ersten guten Eindruck mit ihrer Stimme hinterlassen. Bestätigen Sie den Termin oder fragen Sie freundlich nach einem Alternativtermin.

Tipp: Sie müssen nicht detailliert begründen, wenn Sie an dem vom Unternehmen vorgeschlagenen Tag keine Zeit haben. Geben Sie lieber an, Sie hätten zu diesem Termin schon etwas im Kalender stehen, nicht mehr. Eine wahrheitsgemäße Begründung ist immer gut. Aber vermeiden Sie Fettnäpfchen. Allzu Privates sollten Sie nicht erwähnen.

Falls noch Fragen offen sind, ist jetzt die Zeit, diese zu stellen. Wissen Sie genau, was Sie zum Gespräch mit WFD mitbringen möchten und sollen? Falls Ihnen dies schon mitgeteilt wurde, ist alles in Ordnung. Fragen Sie dann nicht erneut. Lesen Sie daher die bisherige Korrespondenz und gegebenenfalls Ihre Telefonnotizen aus früheren Gesprächen vor dem Telefonat durch.

Sie erstellen keine Telefonnotizen? Fangen Sie damit an! Außer Sie haben ein Gedächtnis wie ein Elefant. Eine Gedankenstütze und damit auch gleichzeitig „Checkliste“ ist nie verkehrt.

Wenn Sie gleich – ohne E-Mail vorab – in einem ersten Telefongespräch einen Termin zusammen gefunden haben, ist es sehr einfach: Nach dem Telefonat macht es sich gut, wenn Sie den vereinbarten Termin per E-Mail bestätigen. Damit zeigen Sie Zuverlässigkeit. Voraussetzung: Die dazu notwendige E-Mail-Adresse Ihres Gesprächspartners haben Sie im Telefonat sorgfältig notiert. Ebenso den Namen. Denken Sie an eine Anrede mit (richtig geschriebenem!) Namen und drücken Sie aus, dass Sie sich auf den Termin freuen. Bedanken Sie sich und enden mit einer angemessenen Grußformel wie zum Beispiel „Mit freundlichen Grüßen“. Einen guten Eindruck macht es auch, wenn Sie nach der Grußformel und Ihrem Namen noch Ihre Anschrift und Telefonnummer hinzufügen.

Stellen Sie Ihre Unterlagen zusammen

Zum Termin nehmen Sie Lebenslauf und Zeugnisse, Zertifikate, Weiterbildungs- und berufsbedingte Unterlagen mit. Den Lebenslauf sollten Sie nicht schon 100 Mal kopiert haben. Da lohnt es sich, dieses Blatt immer wieder frisch auszudrucken. Alles andere nehmen Sie in Kopie mit. Diese Unterlagen sind, soweit nicht anders vereinbart, für Sie selbst im Gespräch gedacht, als Gedankenstütze und zum Nachschlagen. Nehmen Sie keine Lose-Blatt-Sammlung mit, sondern sortieren Sie diese in eine saubere und ordentliche Mappe ein. So haben Sie jederzeit Zugriff während des Gesprächs. Wenn Sie alle Daten exakt im Kopf haben, können Sie sogar auf die Mappe verzichten. Ich gehe von mir aus, ich habe so einen umfangreichen Lebenslauf, den kann ich mir im Detail nicht merken!

Anders sieht es natürlich aus, wenn Sie mit dem Unternehmen vereinbart haben, dass Sie Ihre ausführlichen Unterlagen zum Termin mitbringen und übergeben sollen. Dann ist es wichtig, dass Sie eine perfekte Mappe mit allen Unterlagen zur Übergabe an Ihren Gesprächspartner dabei haben und zudem eine Version für sich selbst – zum Blättern und Nachschlagen während des Gesprächs.

WFD ist im Bewerbungsprozess allerdings modern und digital orientiert. Daher haben Sie die Möglichkeit, schon vor dem Termin alles in einem Word-Dokument oder ein PDF abzuspeichern. Vielleicht haben Sie die Unterlagen ja schon eingescannt und an WFD per E-Mail geschickt? Bestens, dann haben Sie diesen Punkt schon erledigt. Ansonsten reichen Sie Ihre digitalen Unterlagen möglichst frühzeitig bei WFD ein. Falls noch etwas fehlte, schicken Sie noch eine E-Mail mit den Dokumenten, die von WFD nachgefragt wurden. Wichtig: Verschicken Sie keinen Dateianhang mit mehr als einigen wenigen (ca. ein bis fünf) Megabyte (MB) Größe. Falls Sie Schwierigkeiten dabei haben, das PDF zu verkleinern, fragen Sie im Bekanntenkreis nach Hilfe. Mit der richtigen Software ist das nicht schwer. Und ein zehn oder gar 20 MB großes PDF oder Word-Dokument macht wirklich keinen guten Eindruck, verstopft die Mailbox des Empfängers – oder kommt gar nicht erst an.

Über WFD informieren

Falls Sie noch nicht gründlich recherchiert hatten, tun Sie es spätestens jetzt! WFD hat seit einigen Wochen eine neue Website mit viel mehr aktuellen Inhalten. Sie finden allerhand über die Experten für Personallösungen in Industrie, Handwerk und Verwaltung. Lesen Sie zum Beispiel etwas über die Mitarbeiter und gehen Sie die News durch. Notieren Sie sich Ihre Fragen. WFD freut sich bestimmt über Ihr Interesse.

Kein Spaß – lernen Sie den Namen Ihres Ansprechpartners / Ihrer Ansprechpartnerin. Ich habe ein Namensgedächtnis wie ein Sieb. Gesichter vergesse ich nie.

Was ziehen Sie zum Bewerbungsgespräch an?

Für Bürotätigkeiten ist das recht einfach. So, wie Sie zur Arbeit gehen, sicherlich eine Spur eleganter als alltags, aber nicht übertrieben offiziell oder förmlich. Für Industrie und Handwerk brauchen Sie nicht unbedingt im Anzug oder Kostümchen zu erscheinen. Eine Bluse oder Hemd in gedeckten Farben sowie eine passende lange Stoffhose sind perfekt. Es kann nie schaden, zur geplanten Garderobe vorab eine zweite Meinung einzuholen: Passt das?

Das Allerwichtigste für das Bewerbungsgespräch

Das Wichtigste: Freuen Sie sich auf Ihr Bewerbungsgespräch! Auch wenn ich hier viele Tipps gegeben habe, die für Sie neu sind oder die Sie längst beherzigen oder für Sie selbstverständlich sind, soooo streng sind die von WFD nicht. Die freuen sich nämlich genau so auf Sie.

Lesen Sie jetzt auch den zweiten und dritten Teil! Ich drücke Ihnen auf jeden Fall die Daumen, wenn Sie jetzt kurz vor einem Bewerbungsgespräch stehen. Alles Gute!

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