Vor dem Glück im neuen Job steht die Probezeit. Wer einen neuen Job antritt, will daher einen guten Eindruck machen – denn es gilt die Probezeit erfolgreich zu meistern. Wer diese nicht übersteht, kann den neuen Job schnell wieder los sein. Eine Kündigung kann während der Probezeit ohne größere Begründung ausgesprochen werden.

In den ersten Wochen richtet sich die Aufmerksamkeit von Chef und Kollegen auf den Neuling. Wie sich die Gratwanderung zwischen Eindruck schinden, Fähigkeiten ausspielen, erste Zeichen setzen und Einfügen ins Team schaffen lässt?
Wir verraten es Ihnen.

 

Bescheidener und zurückhaltender Auftakt

Zu Beginn sollte man aufmerksam beobachten, um ein Gefühl dafür zu bekommen, nach welchem Takt im neuen Unternehmen gespielt wird und welche Regeln gelten. Zurückhaltung ist das Zauberwort. Denn wer sich als „Neuer“ überall einmischt und ständig Verbesserungsvorschläge macht, der wird  direkt als „Feind“ wahrgenommen. Auch wer einen ausgeprägten Drang verspürt, neue Ideen schnell und ohne Rücksicht auf Verluste allein durchzusetzen, riskiert den neuen Job.

Netzwerk aufbauen

Verschaffen Sie sich in der neuen Arbeitsumgebung einen Überblick darüber, von welchen Kollegen man Informationen bekommt, wer die Entscheidungen trifft und auch, aus welchen Diskussionen unter Kollegen man sich lieber raushalten sollte. Bauen Sie sich dementsprechend ein eigenes Netzwerk auf. Das hilft dabei, sich regelmäßig Feedback geben zu lassen und mögliche Probleme früh zu erkennen.

Konflikte rechtzeitig ansprechen

Das Unternehmen hat mit der Stellenausschreibung oder den Aussagen im persönlichen Gespräch Zusicherungen zum Aufgabenbereich, zu Abläufen und Betriebskultur abgegeben. Sollten diese Aussagen sich als völlige Fantasiegespinste herausstellen, sollten Sie das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen. Der Austausch mit dem Vorgesetzten sollte während der Probezeit regelmäßig erfolgen, denn manche Todsünde entsteht so erst gar nicht.

Auf einen Blick: Die wichtigsten Verhaltenstipps im neuen Job

 

  • Gliedern Sie sich ins Team ein, aber nicht zu übertrieben. Gehen Sie beispielsweise mit Kollegen Mittagessen oder auf ein Feierabendgetränk.
  • Beobachten Sie, wie die hierarchischen Strukturen und Abläufe im Unternehmen und der Abteilung sind.
  • Warten Sie nicht nur, bis Sie Aufgaben bekommen, sondern zeigen Sie Eigeninitiative und machen selbst Vorschläge.
    Aber: Kein Klugscheißer sein! Bevor Sie Vorschläge machen, sollten Sie versuchen zu verstehen, warum dieses oder jenes bisher genau so gemacht wurde.
  • Fragen Sie Ihre Kollegen, ob Sie helfen können, wenn Sie mal nichts zu tun haben sollten.
  • Faustregel bei Jobs mit Internetzugang: Erst googlen, dann Kollegen fragen.
  • Lassen Sie sich regelmäßig Feedback geben, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.
  • Reagieren Sie auf Kritik nicht gereizt, sondern versuchen Sie sich selbstkritisch zu reflektieren.