Motivation ist die treibende Kraft hinter allem, was wir tun. Nur mit motivierten Mitarbeitern kann ein Unternehmen langfristig erfolgreich sein. Ein demotiviertes Teammitglied wirkt sich insgesamt negativ auf das gesamte Team und somit auch auf dessen Leistung aus.  Es gibt leider kein Geheimrezept, wie man ein Team perfekt führt. Wenn man sich aber an ein paar Tipps hält, sollte zumindest die Sache mit der Motivation besser laufen.

Grundlegend werden zwei Arten der Motivation unterschieden: die intrinsische und die extrinsische.

Intrinsisch bedeutet so viel wie „ohne äußere Beeinflussung vorhanden“ und ist die persönliche Motivation der Mitarbeiter. Es ist der Spaß am Tun, der Stolz an der Mitarbeit, weil sie die Aufgabe mögen, diese interessant ist oder der Wunsch existiert, gute Arbeit abzuliefern.

Extrinsisch bedeutet etwa „von außen her angeregt“ und sind Dinge wie beispielsweise eine Beförderung, Belohnung oder Bonuszahlung.

Richtig eingesetzt, ist eine Belohnung mit Sicherheit eine gute Sache. Langfristig erfolgsversprechender ist es allerdings, die intrinsische Motivation seiner Mitarbeiter zu fördern.

Tipps zur nachhaltigen Mitarbeitermotivation

Bezahlung und andere Anreize

Richten Sie Büros so ein, dass die Mitarbeiter sich wohlfühlen: Pflanzen, Wandfarben, Einrichtungsgegenstände. Bezahlen Sie Mitarbeiter adäquat und sorgen Sie für die soziale Absicherungen Ihrer Mitarbeiter. Denken Sie über eine Gehaltserhöhung nach, wenn die erbrachte Leistung der Mitarbeiter und die finanzielle Lage des Unternehmens es zulässt. Weitere Möglichkeiten sind Freikarten für eine Messe, das Abo einer Fachzeitschrift, kostenlose Getränke im Büro, ermäßigte Busfahrkarten, oder ein Mittagessenzuschuss.

Ziele, Entscheidung, Arbeitsaufträge und Verantwortung

Geben Sie rechtzeitige und angemessene Informationen und beteiligen Sie Ihre Mitarbeiter bei der Entwicklung von Zielen. Vereinbaren Sie klare und realistische, d.h. erreichbare  Ziele. Übertragen Sie Mitarbeitern Verantwortung für Aufgaben, lassen Sie ihnen Entscheidungsspielräume und statten Sie sie mit den nötigen Kompetenzen aus.

Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter bei Problemen, ohne Ihnen die Aufgabe und die Verantwortung aus der Hand zu nehmen. Kontrollieren Sie nicht ständig sondern erst zum vereinbarten Zeitpunkt.

Führen Sie regelmäßige Besprechungen durch, um Informationen, Fragen und Antworten, Ziele, Erkenntnisse, Probleme, Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

Fördern und Fordern

Fordern Sie Ihre Mitarbeiter, trauen Sie ihnen etwas zu und helfen Sie ihnen, über sich hinauszuwachsen.  Fördern Sie individuelle Weiterbildungsmaßnahmen, für die der Mitarbeiter sich interessiert.

Beachtung und Umgang

Gehen Sie ehrlich mit Ihren Mitarbeitern um. Schenken Sie ihnen Beachtung und Anerkennung. Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern Spaß am Job, nehmen Sie sich Zeit für Ihre sie und suchen Sie das Gespräch zu ihnen. Zeigen Sie, dass Ihnen die Mitarbeiter wichtig sind, indem Sie beispielsweise nach deren Familien fragen und ihnen zum Geburtstag gratulieren.

Anerkennung und Kritik

Loben und tadeln immer angemessen, d.h. die angesprochene Leistung muss entweder unter- oder überdurchschnittlich sein. Lob für eine normale Leistung wird nicht ernst genommen, Kritik dafür nicht verstanden. Sprechen Sie Lob und Tadel direkt aber nicht vor Kollegen aus.

Jeder hat Stärken und Schwächen und niemand kann sich seine Schwächen einfach abtrainieren. Ziel sollte es daher sein, gemeinsam Stärken zu fördern und Schwächen durch geeignete Maßnahmen zu mildern.

Und vergessen Sie nie: Der am stärksten motivierende Faktor ist jedenfalls ein Vorgesetzter, der sich für seine Mitarbeiter einsetzt, der ein echter Teil des Teams und sich für nichts zu schade ist.

 

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