Kritik zu äußern fällt uns häufig schwer, da wir niemanden verletzen oder angreifen möchten. Im Berufsleben wird diese Hürde noch einmal erhöht, da man weder das Arbeitsklima belasten noch Ärger mit dem Chef provozieren möchte. Aber auch wenn es Überwindung kostet, konstruktive Kritik sollten Sie äußeren! Das verhindert, dass Ihr Missmut eines Tages in Form eines ungebremsten Wutanfalls aus Ihnen herausbricht.

Wichtig ist es, dass Ihre Kritik sachlich und nicht personenbezogen ist

Hören Sie deshalb vor dem Gespräch noch einmal in sich, fragen Sie sich, was Sie wirklich stört und formulieren Sie die Problematik bewusst vor. So vermeiden Sie, dass es am Ende doch nur Ihre eigene schlechte Laune war, die den Kollegen nervig und unfähig aussehen lassen hat.

Wählen Sie den passenden Zeitpunkt und den richtigen Ort für Ihre Kritik

Um eine Bloßstellung zu vermeiden, sollten Sie Ihre Kritik auf keinen Fall anbringen, wenn andere Kollegen dabei sind. Es sollte natürlich auch nicht an einem Tag sein, an dem Ihr Kollege sowieso schon schlecht gelaunt ist. Ein heiteres Gemüt ist offener und kritikfähiger.

Sprechen Sie das Problem positiv an

Sagen Sie also nicht, wie schlecht etwas war, sondern lieber, wie man es hätte besser machen können. Argumentieren Sie klar und strukturiert. Wichtig ist auch, dass Sie während des gesamten Gesprächs die Ruhe bewahren. Keine unüberlegten Kommentare –die sorgen nur für eine  negative Atmosphäre.

Der Ton macht die Musik

Achten Sie darauf, dass Sie keinen arroganten oder wertenden Ton anschlagen. Das wird Ihren Kollegen wütend machen, er ist dann sicherlich nicht offen für Kritik. Machen Sie Verbesserungsvorschläge.  Auf diese Wiese signalisieren Sie, dass Sie helfen und Ihren Kollegen nicht einfach nur kritisieren möchten.

Ein guter Weg, um Kritik zu üben, ist die Sandwich-Methode

Dabei packen Sie die Kritik zwischen zwei positive Punkte, d.h. Sie lassen Komplimente für seine Arbeit einfließen. Dadurch wirkt die Kritik weniger heftig und wird besser aufgenommen, da der Kollege sich gleichzeitig wertgeschätzt fühlt.

Geben Sie Ihrem Kollegen die Chance, sich zu seinem Tun zu äußern und hören Sie ihm aufmerksam zu

Vielleicht kann er Sie überzeugen. Falls nicht, dann erklären Sie ihm, warum das nicht funktioniert hat und schlagen Sie wenn möglich einen besseren Weg vor.

Entwickeln Sie eine positive Einstellung zu Kritik, denn es wird immer Grund dazu geben, solange Menschen zusammenleben. Steuern Sie das Gespräch zu einer einvernehmlichen Lösung. Am besten schließen Sie mit einer Vereinbarung ab, auf die sich beide Seiten berufen können.

 

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