WFD FacebookSie schreiben viele Bewerbungen und möchten auch einmal eine positive Antwort? Ihr Lebenslauf sieht gut aus und Ihre Bewerbung passt gut zur ausgeschriebenen Stelle? Sehr gut. Doch wie steht es um Ihr Facebook-Profil? Wie man mit dem Facebook-Profil einen guten Eindruck hinterlässt, lesen Sie jetzt.

Wichtig beim Facebook-Profil

Ein Facebook-Profil ist privat, haben Sie bisher immer gedacht. Stimmt. Doch wundern Sie sich nicht, dass die Personalverantwortlichen hier auch mal nachschauen. Zwei Dinge sind fast immer öffentlich: Ihr Profilfoto und das große Titelfoto ganz oben (Headerbild).
Mit einem Trick kann man diese beiden Fotos verstecken, doch ein ganz leeres Profil ist auch nicht das, was ich empfehlen würde. Sie haben doch nichts zu verbergen…

Tipp 1: Das eigene Profilbild auf Facebook

Nehmen Sie ein ganz normales Foto von sich. Es sollte Ihnen ähnlich sehen, also kein Kinderfoto, auch keins mit großer Sonnenbrille. Keine Verkleidung, keine Comicfigur, keine Phantasiebilder, kein Star. Denn wenn Sie fremde Bilder verwenden, dann lauert zusätzlich noch eine Abmahngefahr! Denken Sie daran, nur eigene Fotos zu verwenden!

Tipp 2: Das große Titelfoto

Hauptsache schön und positiv. Haben Sie ein Foto von einer Landschaft gemacht? Jahreszeitlich passend sollte es natürlich sein. Schneebilder im Sommer? Das passt nicht so richtig. Alternativ bietet sich ein Hobby für das Titelbild an. Sport- oder andere Freizeitaktivitäten, mit denen Sie sich gut darstellen können. Machen Sie die Fotos am besten selber, denn auch hier gilt das Urheberberrecht. Wenn Beruf und Hobby übereinstimmen, dann nutzen Sie diese Chance. Arbeiten Sie gern in Ihrer Freizeit mit Metall und wollen in einen metallverarbeitenden Betrieb? Das ist das perfekte Titelfoto während einer Bewerbungsphase.

Tipp 3: Das Private soll privat bleiben

Gegen Privatfotos ist nichts einzuwenden. Allerdings sollten Sie keine Fotos von Partys posten, die peinlich sind. Arbeitgeber und Personalverantwortliche möchten diese Dinge nicht sehen. Fotos in Bikini oder Badehose bleiben auch bitte privat.
Wenn Sie nicht darauf verzichten möchten, dann achten Sie auf die Privatsphäreeinstellungen. Beispielsweise können Sie eine Liste anlegen, in die Sie nur Ihre besten Freunde aufnehmen oder eine Gruppe von Leuten, die sich für bestimmte Themen interessieren. Dann posten Sie bestimmte Fotos oder Beiträge ganz gezielt nur an diese Gruppe und nicht mehr öffentlich für alle Welt. Sie können bei jedem Facebook-Beitrag einzeln festlegen, wer diesen sehen soll.

Für Ihre bisher vorhandenen Facebook-Fotos können Sie die Privatsphäreeinstellung auch im Nachhinein ändern.

4. Tipp: Die Kommentare und Likes

Kein Muss, aber macht sich immer gut: Geben Sie der Facebook Page der Firma, bei der Sie sich bewerben wollen, ein Like. Wenn Ihnen ein sinnvoller Kommentar zu einem Beitrag der entsprechenden Facebook-Seite einfällt, schreiben Sie ihn. Doch Sie müssen nicht kommentieren. Ein „Gefällt mir“ („Like“) reicht auch manchmal aus, wenn Sie der selben Meinung sind. Schreiben Sie Kommentare fehlerfrei und auch erst, wenn Sie alles gelesen und verstanden haben. Besonders, wenn ein Artikel verlinkt ist, ist das Lesen dieses Artikels Pflicht vor dem Kommentieren!

Manchmal sind auf den Facebook-Seiten auch Themen zu finden, die Ihnen im Bewerbungsgespräch oder in der Phase davor helfen können. Dann können Sie im Bewerbungsgespräch auch sagen, dass Ihnen ein Artikel besonders geholfen oder gefallen hat.

Page Likes verbergenSchmücken Sie sich mit anderen Facebook-Seiten und markieren Sie diese mit „Gefällt mir“, wenn sie sich in Ihrem Profil gut machen. Doch es gibt auch Seiten, die eher peinlich wirken. Haben Sie zu viele solcher nicht ganz ernst gemeinter „Gefällt mir“-Angaben für Seiten, dann verstecken Sie vielleicht lieber Ihre Interessen, insbesondere, wenn diese nicht so richtig zu Ihrem Job passen würden. Die Einstellungen finden Sie hier: Klick auf „Info“ im eigenen Profil. Danach wählen Sie „Bereich verbergen“ aus. Leider kann man keine einzelnen „Gefällt mir“ verstecken. Aber natürlich kann man ein „Gefällt mir“ für dubiose Seiten auch wieder rückgängig machen.

 5. Tipp: Das eigene Facebook-Profil positiv gestalten

Passendes zu Ihrem Job, etws über Ihre Interessen und Fachliches können Sie sehr gut posten. Das können auch Links aus Fachmagazinen sein, die Sie online lesen. Hochwertige Blog-Artikel, auch von Privatpersonen, die sich mit Ihrem Beruf und Thema beschäftigen, sind gut.

Treten Sie in Facebook Gruppen ein, die sich mit spannenden beruflichen Themen beschäftigen. Beteiligen Sie sich überlegt und maßvoll an den Diskussionen. Maßvoll heißt: regelmäßig, aber auch nicht zu oft. Sonst wirkt es, als ob Sie ständig online sind und sonst nicht allzu viele Interessen haben, was auch nicht gut ankommt.  Seien Sie hilfreich, stellen Sie sich so dar, wie Sie auch Ihren Kollegen im Arbeitsteam helfen würden – aber auf keinen Fall besserwisserisch.

Meckern Sie nicht ständig über alles und jeden! Würden Sie so einen Mitarbeiter einstellen wollen? Wohl kaum! Halten Sie sich auch von radikalen Aussagen in jeder Richtung fern. Berichten Sie nicht ständig von Krankheiten. Auch das liest ein Personalverantwortlicher ungern. Ich empfehle einen bewussten Umgang mit Facebook. Aus meiner Erfahrung macht es viel aus, wenn man sein eigenes Facebook-Profil mal mit anderen Augen betrachtet.

Die Personalverantwortlichen machen sich sehr häufig ein Bild von Ihrem digitalen Ich. Das können Sie beeinflussen – positiv!

Zusatztipp für WhatsApp:

Jeder, der Ihre Mobilfunknummer hat, kann Ihr Profilbild bei WhatsApp sehen! Wenn Sie Ihre Mobilnummer in der Bewerbung angeben und bei WhatsApp sind, dann denken Sie daran!

Noch Fragen? Ich beantworte diese gern in den Kommentaren. Direkt hier oder auch bei Facebook auf der Page von WFD. Geben Sie uns gern auch ein Like für die Page, wir freuen uns darüber!

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