Wer träumt nicht manchmal davon, seinem Chef die eigene Kündigung auf den Schreibtisch zu legen!? Doch Vorsicht, bei der Kündigung Ihres Arbeitsvertrages sollten Sie ein paar Dinge beachten.

Die Entscheidung, sein bestehendes Arbeitsverhältnis  zu kündigen, sollte auf gar keinen Fall unüberlegt getroffen werden. Emotional begründete Spontanhandlungen erweisen sich im Nachhinein oft als falsch, können aber selten rückgängig gemacht werden. Überprüfen Sie daher vorher genau, ob die Kündigung Ihres Jobs wirklich sinnvoll und notwendig ist!

Sperrfrist der Bundesagentur für Arbeit

Großer Nachteil einer Eigenkündigung ist die zwölfwöchige Sperrfrist bei der Bundesagentur für Arbeit. Immer, wenn keine besonderen Umstände nachweisbar sind, bedeutet die Eigenkündigung drei Monate kein Geld vom Staat. Kündigen Sie daher möglichst nicht, bevor Sie einen neuen Job in der Tasche haben. Darüber hinaus ist es meistens einfacher, einen neuen Job aus einer ungekündigten Position heraus zu finden.

Hinweis: Der gesperrte Arbeitslose bleibt krankenversichert, denn für die Krankenkassen besteht eine beitragsfreie Nachversicherungspflicht von vier Wochen. Ab der fünften Woche übernimmt die Agentur für Arbeit die Beitragszahlungen zur Krankenversicherung, auch für gesperrte Arbeitslose.

Kündigungsfrist unbedingt einhalten

Achten Sie auf die Einhaltung der Kündigungsfrist! Sollten diese nicht im Arbeitsvertrag oder per Tarifvertrag geregelt sein, gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen. Nur in Ausnahmefällen, beispielsweise bei unzumutbarer Belastung des Arbeitsverhältnisses (z.B. Arbeitgeber zahlt nicht), kann der Arbeitnehmer „aus wichtigem Grund“ kündigen und ist nicht verpflichtet die Kündigungsfristen einzuhalten.

Form und Zustellung der Kündigung

Eine Kündigung muss immer schriftlich, d.h. in Papierform, erfolgen und die handschriftliche Unterschrift des Arbeitnehmers enthalten. Kündigungen per SMS, E-Mail oder Fax sind nicht rechtskräftig. Im Kündigungsschreiben muss der Arbeitnehmer keine Gründe für die Kündigung aufführen, solange er fristgerecht kündigt.

Nur in Ausnahmefällen, wie bei einer außerordentlichen Kündigung „aus wichtigem Grund“, ist die Nennung eines Kündigungsgrundes ratsam, um eine Sperrfrist der Agentur für Arbeit zu verhindern.

Um ganz sicher zu gehen, sollten Sie die Personalabteilung um eine schriftliche Kündigungsbestätigung bitten. Alternativ können Sie auch eine Kopie Ihrer Kündigung gegenzeichnen lassen. Gesetzlich erforderlich ist dies jedoch nicht.

Tipp: Vermeiden Sie negative Äußerungen über das Unternehmen und über Ihre Kollegen. Auch bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses sollten Sie sich professionell verhalten. Sie wissen schließlich nicht, wen Sie in Ihrem Berufsleben später noch einmal wieder sehen. Vermeiden Sie daher persönliche oder beleidigende Äußerungen.

 

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