In der Bewerbungsmappe liegt der Lebenslauf hinter dem Bewerbungsschreiben. Dennoch wird er in den meisten Fällen als erstes gelesen. Zahlreiche Bewerbungen werden bereits nach dem ersten Blick auf den Lebenslauf, ohne genaueres Lesen, aus der engeren Auswahl ausgeschlossen. Aus diesem Grund sollten Sie sich beim Lebenslauf genauso viel Mühe wie beim Anschreiben geben.

Wer ein paar Grundregeln beachtet, kann relativ einfach einen Lebenslauf schreiben, der Personaler beeindruckt.

Übersichtlichkeit

Der Lebenslauf ist das Herzstück jeder Bewerbung und sollte dem Leser einen übersichtlichen, klar strukturierten Überblick über Ihre Person bieten. Er enthält die bisherigen Stationen Ihrer beruflichen Laufbahn, Ihre Tätigkeiten, Angaben zu Ihrer Ausbildung und nachweisbaren Qualifikationen.

Achten Sie auf eine einheitliche Formatierung, Schriftart und Schriftgröße. Die Schrift sollte seriös wirken und gut leserlich sein. Hierfür eignen sich beispielsweise Arial oder Calibri. Die Schrift sollte nicht zu groß, aber auch nicht zu klein sein. Ein guter Richtwert liegt zwischen den Größen zehn und zwölf.

Platzieren Sie alle Informationen an den üblichen Stellen. Dazu gehören eine passende Überschrift, ein gutes Foto von Ihnen rechts oben in die Ecke und persönliche Angaben. Hierbei fangen Sie mit Name und Anschrift an. Darunter kommt dann ihr eigentlicher Lebenslauf, welcher am Schluss mit besonderen Kenntnissen und Hobbys abgerundet werden kann.

Jegliche Art von Fehlern vermeiden

Wenn ihr Lebenslauf in die engere Auswahl gekommen ist, wird er genau durchgelesen. Dabei macht es einen sehr schlechten Eindruck, wenn Rechtschreibe-, Satzzeichen- oder Grammatikfehlern zu finden sind. Also: den Lebenslauf nach Fertigstellung mehrmals gründlich und genau auf Fehler untersuchen. Es ist auch hilfreich, wenn sich eine andere Person den Lebenslauf zur Korrektur durchliest.

Eine gute Selbstdarstellung

Präsentieren Sie sich in ihrem Lebenslauf von Ihrer besten Seite und versuchen Sie, alles ins bestmögliche Licht zu rücken. Da dem Mitarbeiter der Personalabteilung nur wenige Unterlagen zur Verfügung stehen, um sich ein Bild von Ihnen und Ihren Fähigkeiten zu machen, sollten wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten deutlich sichtbar sein.

Manchmal lassen sich Lücken im Lebenslauf nicht vermeiden. Es ist ratsam zu überlegen, was man genau in dieser Zeit gemacht hat, und ob sich diese Tätigkeit nicht als Arbeitsvorbereitung auslegen lässt. So ist beispielsweise das eigenständige Erlernen relevanter Fähigkeiten, wie eine Sprache oder eine Software für den Personaler interessant.

Nur relevante Informationen

Passen Sie Ihren Lebenslauf immer auf die Stelle, auf die Sie sich bewerben, an. Sparen sie für den potentiellen Arbeitgeber irrelevante Informationen aus. Wenn Sie sich beispielsweise bei einem Industrieunternehmen bewerben, ist es für den Personaler nicht von Interesse, wenn Sie als Kind bei den Ministranten waren. Bewerben Sie sich aber in einer Gemeinde als Seelsorgerin, kann diese Information schon sehr viel relevanter sein.

Konkretisieren Sie die Informationen

In nahezu jedem Lebenslauf steht etwas über PC- Kenntnisse oder Fremdsprachenkenntnisse – doch genauere Angaben zum Beherrschungsgrad fehlen häufig. Wenn Sie Ihre Kenntnisse detaillierter beschreiben und ausformulieren, hebt sich ihr Lebenslauf bereits von einigen anderen Lebensläufen ab und die Chance, in die engere Auswahl zu kommen steigt.

Fazit: Was für das Bewerbungsschreiben gilt, ist auch für den Lebenslauf von elementarer Bedeutung. Ein strukturierter Aufbau bildet das Fundament. Das oberste Ziel bei der Gestaltung des Lebenslaufs ist es, dem Leser einen möglichst einladenden und übersichtlichen Überblick über den bisherigen Werdegang zu verschaffen. Lücken im Lebenslauf sollten plausibel erklärt werden. Gelingt dies nicht, ist das Interesse des Personalers mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nach einem kurzen Augenblick bereits schon wieder verflogen.

 

Foto: pixabay 1756282, CC0 Public Domain