SchweißerBeim Schweißer (m/w) sprühen die Funken jeden Tag. Wer gern mit Metall arbeitet und handwerklich geschickt ist, ist für den Beruf des Schweißers geboren.

Der Schweißer muss cool bleiben, auch wenn es an seinem Arbeitsplatz heiß hergeht. Dafür sorgt die richtige Schutzkleidung. Der Schweißhelm oder das Schweißerkopfschild sorgen für Schutz und einen kühlen Kopf.

Auf dem Artikelfoto hat der Schweißer seinen Kopfschutz zum Kopfschmuck veredelt. So individuell wie der Helm ist auch die Technik des Schweißens. Es gibt sogar Schweißgeräte, die deutlich reduzierte Wärmeentwicklung haben. Aber eins bleibt immer: Der helle Punkt beim Schweißen. Da müssen die Augen gut geschützt werden. Weitere Schutzkleidung wie Schweißerschürze oder Schweißeroverall wie auch Handschuhe sind vorgeschrieben, zum Schutz der Haut.

Was macht der Schweißer?

Die Werkstoffe des Schweißers sind Metalle wie Stahl, Aluminium, Messing, Edelstahl bis hin zu Edelmetallen. Auch bestimmte Kunststoffe (Polymere) können geschweißt werden.

Schweißen ist nicht gleich schweißen, es gibt unterschiedliche Schweißverfahren: Gasschmelzschweißen, Lichtbogenhandschweißen oder Metallschutzgasschweißen. Die Abkürzung WIG bedeutet Wolfram-Inertgasschweißen. Es gibt auch eine Kombination der verschiedenen Schweißverfahren.

Nach dem Schweißen ist die Arbeit nicht beendet, sondern es geht weiter. Die Schweißnähte müssen nachbehandelt werden. Sie sollten gleichmäßig sein, saubere Übergänge besitzen und Einbrandkerben sowie eventuelle Risse müssen nachgebessert werden.

Wo arbeitet der Schweißer?

In spezialisierten Betrieben, also in Schweißereien. Aber auch im Schlosserhandwerk sowie bei Maschinenherstellern werden Schweißer gebraucht. Nicht zu vergessen der Werkzeugbau und die Fahrzeughersteller. Alles, was mit Rohren, also mit der Versorgungstechnik zu tun hat, braucht einen Fachmann, der diese miteinander verbindet. Die Endmontage wird meistens auf den Baustellen vor Ort erledigt.

Wie wird man Schweißer?

Es gibt eine Aus- und Weiterbildung zum Geprüften Schweißer (m/w). Die Richtlinien findet man beim Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. (DVS). Am besten, man sucht sich dort die nächste Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt oder Kursstätte aus und erkundigt sich vor Ort. Ein weiterer Ansprechpartner ist der TÜV, nach Regionen unterschiedlich.

Die Ausbildungsdauer richtet sich nach dem Bildungsanbieter und der erreichten Qualifikation. Also je nach Schweißberechtigung ist die Dauer unterschiedlich.

Wenn man schon in einem metallverarbeitenden Betrieb arbeitet, ist es manchmal auch möglich, dass man – neben der Ausbildung – auch eine Zusatzqualifikation zum Geprüften Schweißer ablegen kann.

Oder man macht eine Berufsausbildung in Teilzeit zum Schweißer neben einem bereits bestehenden Arbeitsverhältnis.

Voraussetzungen für das Berufsbild Schweißer

Eine bestimmte Vorbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Die Zugangskriterien werden vom Bildungsträger festgeschrieben. Normalerweise genügt ein Hauptschulabschluss, wenn die  Ausbildung mit dem Besuch der Berufsschule anschließt. Grundkenntnisse in der Metallbearbeitung sind von Vorteil.

Wer also in der Schule gern im Werkunterricht mitgemacht hat und Physik mochte, ist klar im Vorteil. Ein räumliches Vorstellungsvermögen braucht man, wenn man beim Schweißen eine technische Zeichnung als Anleitung hat.

Schweißer sind geschickte Leute, die mit Augenmaß und Sorgfalt arbeiten. Technisches Verständnis ist beim Warten der Schweißgeräte und Schweißroboter nötig.

Schweißer gesucht!

Wenn man in die Jobbörse unter dem Feld „Was“ das Suchwort Schweißer eingibt, dann purzeln die Jobangebote nur so heraus. Probieren Sie es aus! Sollte der gewünschte Ort ausnahmsweise nicht dabei sein, kontaktieren Sie gern eine WFD-Geschäftsstelle.

 

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