Kuh auf der WieseAuf Hochdeutsch: Der Mensch wird alt wie eine Kuh und muss lernen immer zu. Die Schwaben unter Ihnen haben das selbstverständlich gleich verstanden. Die Nicht-Schwaben – so wie ich – brauchen etwas länger oder müssen um eine „Übersetzung“ bitten.

Nach einem guten halben Jahr im Ländle ist ein breites Schwäbisch für mich immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Ich taste mich langsam heran und lerne immer weiter dazu. Siehe auch mein Artikel Mit Hochdeutsch im Schwabenländle arbeiten.

Gschwind

Ein Ausdruck, der mich zum Nachdenken brachte. Zuerst habe ich es ganz falsch verstanden! Gschwind kommt in ganz vielen Sätzen der Schwaben vor. Warum sagt mein schwäbisches Gegenüber, dass ich etwas ganz schnell – also „mit Geschwindigkeit“ machen soll? Will man mich jetzt hetzen? Ist etwas so dringlich? Oder wie ist das gemeint?

Ich recherchierte auf der Webseite „schwäbisch schwätza“ und fand zwei Beispiele.

Jeddz ward amol gschwind … = Kannst Du Dich mal kurz gedulden …

Kannsch mr gschwind dr Müll nausdraga? = Kannst du sofort den Müll rausbringen?

Ganz klarer Fall, es ist für einen Nichtschwaben nicht eindeutig zu verstehen. Da gehört schon einiges dazu, dass man die Situation richtig beurteilt. Ist es höflich gemeint wie im ersten Beispiel oder ein Befehl wie beim zweiten Satz?

Oh, ich muss noch so viel lernen, damit ich die Schwaben verstehe. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn meine Erfahrungen aus den letzten Monaten bestätigen immer wieder, dass fast alle Schwaben gern „etwas hochdeutscher“ wiederholen, wenn man sie nicht verstehen sollte. Ich hörte davon, dass sich sogar Nachbardörfer manchmal missverstehen, weil sie unterschiedliche Ausdrücke benutzen.

Im Schwabenländle arbeiten

Die Sprache sollte also kein Hindernis sein, um in Baden Württemberg zu arbeiten. Wenn Sie sogar an einen Umzug aus anderen Bundesländern denken, kann ich Sie nur ermutigen. Man lernt immer dazu und man lernt nie aus.

Gerade, wenn Sie aus den technischen Berufen kommen, dann wird Ihre Arbeitskraft hier gebraucht. Elektriker und Elektroniker, Fachhelfer und viele mehr. Handwerkliche Techniker und IT-Leute sind am meisten gefragt. Gerade ist ein Artikel erschienen „Wo Fachkräfte die besten Jobaussichten haben“ (Quelle: Die Welt). Jeder zweite Spezialisten-Job wird im Süden Deutschlands ausgeschrieben. Zum Beispiel die Automobilbranche und viele Zulieferfirmen haben Stellen zu vergeben.

Schauen Sie doch mal „gschwind“ in die Jobbörse von WFD. Und das ist jetzt wirklich nett gemeint! Eine Übersicht über die Leistungen für die Kandidaten (unter anderem Schulungen und Fortbildungen) finden Sie hier. Wenn Sie weitere Fragen haben, mailen Sie oder rufen Sie einfach bei WFD an!

 

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